Inga-Sofie Huneke, 18 – Deutschland

Mein Freund, meine Liebe, mein Glück.

Klingt kitschig, ist aber so.

Das Bild ist durch Zufall entstanden.

Der Moment war ruhig und ich war nervös, denn zu der Zeit waren wir noch kein Paar.

Er saß einfach da und hat einen Brief gelesen und war in dem Moment so wunderschön weil er nicht darauf geachtet hat wie er sich gibt.

Er war in dem Moment einfach der Moment. Er war mein Moment, alles was ich brauchte.

Wunderschön und für mich vollkommen.

Um ehrlich zu sein hat mein Griff zur Kamera ihn aus dem herausgerissen was er getan hat, aus seiner stillen Konzentration, aber ich habe den Moment noch festhalten können und das ist gut so. Denn immer wenn ich mir dieses Bild wieder ansehe sehe ich ihn. Ohne irgendeine Maske. So wie ich ihn am allerliebsten mag. Er wirkte so zufrieden und im Frieden mit sich selbst. Und ich habe mich wieder in ihn verliebt. Nicht unbedingt in diesem einen Moment…das war eher das Zusammenspiel aus mehreren aber der hat auf jeden Fall mit reingespielt. Vor drei Jahren ist mir das schonmal passiert. Aber da war es anders. Wir waren jünger und das ganze war nicht so ernst. Wir waren für neun Monate zusammen und dann nicht mehr. Und dann, jetzt, wieder. Und das war anfangs schwer. Aber irgendwann habe ich gemerkt wie entspannt es eigentlich ist zwischen uns, wie zum Beispiel in diesem auf dem Bild festgehaltenen Moment.

Ich teile ihn hiermit, und ich hoffe man kann erkennen was ich soeben beschrieben habe.


My boyfriend, my love, my happiness.
Sounds corny, but it is.
This image was created by accident.
The moment was quiet and I was nervous, because at that time we were not a couple.
He just sat there and read a letter and was so beautiful at this moment because he did not pay attention about himself.
He was the moment at that moment. He was my moment, everything I needed.
Beautiful and perfect for me.
To be honest, me taking the camera, tore him from what he was doing, from his quiet concentration, but I was able to capture the moment, and that is a good thing. Because every time I look at this picture, I see him. Without mask. The way I like him the most. He seemed so happy and at peace with himself. And I felt in love with him again. Not necessarily in that one moment … that was rather the interplay of several, but this one definitely played a role. It happened to me also three years ago. But it was different then. We were younger and the whole thing was not really serious. We were together for nine months and then no more. And then, now, again. And that was hard at first. But eventually I realized how relaxed it is actually between us, such as the moment captured in this picture.
I share him herewith, and I hope you can see what I have just described.
Translated by Rainer Henkel